26 Jul 2021

In unserem exklusiven Interview mit Michael Couture – Chief Product Officer bei Cority – und Manfred Heil – Geschäftsführer bei WeSustain – erfahren Sie, was die strategische Vision hinter dem kürzlichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen ist. Erfahren Sie außerdem, warum es für die digitale und nachhaltige Transformation eine unaufhaltsame Dynamik gibt und welche Rolle Softwarelösungen dabei spielen können und werden.

Cority ist einer der weltweit führenden Anbieter von EHS-Softwarelösungen. Inwieweit ist es für Cority der logische nächste strategische Schritt, die Managementherausforderung „Nachhaltigkeit“ innerhalb der marktführenden CorityOne™-Plattform zu adressieren?

Michael Couture: Wir sind hocherfreut, uns mit WeSustain zusammenzuschließen, da das Thema ESG- und Nachhaltigkeitsmanagement weltweit von zunehmender Bedeutung ist. Wir haben erkannt, dass das Produkt und das Expertenteam viel zu CorityOne™ beitragen können. Die ersten Erfahrungen mit WeSustain übertreffen schon heute unsere Erwartungen. Unsere Roadmap sieht vor, dass wir sowohl die Lösungen von WeSustain weiter verbessern als auch eine enge Integration von EHS und Nachhaltigkeit für operative EHS-Daten als auch ein verbessertes Reporting sowie Dashboard-System in den kommenden Monaten realisieren.

Das Ziel von WeSustain ist und war es schon immer, Unternehmen in Europa und weltweit nachhaltiger und zukunftssicherer zu machen. Inwieweit passt der Zusammenschluss mit Cority perfekt zu diesem Ziel?

Manfred Heil: Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wichtige Voraussetzungen erfüllt sein. Dabei war für uns selbstverständlich, dass es eine zwingende strategische Argumentation in Bezug auf Produkt und Markt geben muss. Aber ebenso wichtig ist, dass die Menschen und die Kultur der beteiligten Unternehmen – Cority und WeSustain – zueinander passen müssen, damit man die Dinge gemeinsam vorantreiben kann. Während unserer ersten Gespräche und „Bonding“-Zeit hatten wir die Gelegenheit, das Cority-Team kennenzulernen und waren beeindruckt von den erfahrbaren Geschäftswerten und der professionellen Haltung. Hinzu kamen ein guter Sinn für Humor und positive Vibes, die uns mitgerissen haben.

Die Sustainable Development Goals (SDGs) betonen im Ziel 17, dass strategische Allianzen für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich sind. Was ist das Besondere an der Allianz, die WeSustain als neues Mitglied der Cority-Familie eingegangen ist? Welche konkreten Potenziale für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft wollen Sie erschließen?

Michael Couture: Während der Pandemie ist das Interesse, das Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen weiter zu digitalisieren, auf der ganzen Welt überwältigend groß geworden. Wir glauben, dass wir durch den Zusammenschluss mit WeSustain unsere globale Reichweite nutzen können, um unseren derzeitigen Kunden – wie Unilever, PPG, ExxonMobil und viele tausend andere – als auch neuen Kunden zu helfen, ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern. Dabei geht es auch darum, nicht nur sich selbst, sondern auch die Geschäftspartner stärker in die Pflicht zu nehmen, um die Leistung für mehr Nachhaltigkeit in Industrie- und Entwicklungsländern zu verbessern.

Manfred Heil: Bei WeSustain haben wir schon immer an dezentrale Strukturen und Netzwerke der Innovation für mehr Nachhaltigkeit geglaubt. Und ich weiß, dass das bei Cority genauso ist. Das Thema Nachhaltigkeit verlangt, dass wir die Dinge ganzheitlich und integriert betrachten. Auf der anderen Seite führt dies zu mehr Komplexität und der Notwendigkeit, sich ergänzende Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln. Wenn wir unseren Kunden integrierte Lösungen zur Verfügung stellen, die auf gemeinsame Rohdaten zurückgreifen und eine einheitliche Nutzererfahrung in Bezug auf Workflows und Geschäftslogik bieten, wird dies die Produktivität erheblich steigern und neue Erkenntnisse für unsere Kunden generieren.

 

Im Zeitalter der Digitalisierung und von Big Data wachsen zwei Transformationspfade immer stärker zusammen: die digitale und die nachhaltige Transformation. Wie verbindet Cority diese beiden Pfade?

Michael Couture: Die digitale Transformation beschleunigt sich schon seit einigen Jahren, aber die Pandemie hat diesen Trend exponentiell verstärkt, wie wir in unserem täglichen „neuen Normal“ sehen. Dies hat die Nachfrage nach cloud-basierten Softwarelösungen angeheizt, die Unternehmen dabei unterstützen, Prozesse zu automatisieren und so ihre Effizienz zu steigern und die betriebliche Compliance zu verbessern (so wie es die EHS-Software von Cority schon seit vielen Jahren tut). Zudem helfen digitale Lösungen dabei, Erkenntnisse aus den gesammelten Daten auszuwerten, um so vorausschauende Entscheidungen für eine verbesserte betriebliche EHS- und Nachhaltigkeitsleistung zu treffen. Cority investiert in erheblichem Umfang in den Bereich der Analytik und letztlich in Industrie-2.0-Funktionen, um unsere Kunden zu befähigen, die Chancen beider Transformationspfade integrativ zu betrachten und zu nutzen.

Manfred Heil: Die internationale Präsenz und Reichweite von Cority wird es uns ermöglichen, unsere Bestrebungen noch schneller zu erreichen und so beide Transformationspfade zusammenzubringen. Für mich ist dies seit jeher einer der Haupttreiber bei WeSustain. Wir sehen heute, dass die einzelnen Puzzlestücke in Bezug auf die Harmonisierung von Berichtsstandards und internationalen Vorschriften langsam zusammenkommen. Mit Cority werden wir die Größe und die Geschwindigkeit erreichen, um die großartige Arbeit unseres Teams rund um den Globus voranzutreiben.

 

Wo steht Nordamerika im Vergleich zu Europa derzeit Ihrer Meinung nach, was die nachhaltige Entwicklung betrifft?

Michael Couture: Ehrlich gesagt, erwacht Nordamerika im Vergleich zu Europa gerade erst, wo das Thema der unternehmerischen Nachhaltigkeit in seiner Ganzheitlichkeit wesentlich fortgeschrittener ist. Allerdings entwickelt sich Nordamerika jetzt umso schneller, zum Teil bzw. maßgeblich angetrieben durch den Vorstoß von ESG-Kriterien im Finanzsektor. Wir wollen die innovativen Lösungen, die WeSustain europäischen Firmen seit 10 Jahren anbietet, weiter vorantreiben, um so der explodierenden Nachfrage nach digitalen Nachhaltigkeitssoftwarelösungen in Nordamerika gerecht zu werden. Dabei wird die enge Integration von EHS- und Betriebsdaten aus der Cority-Welt einen enormen Mehrwert für das geplante Gesamtangebot mit WeSustain darstellen.

Manfred Heil: Ich kann diese Beobachtung nur bestätigen. Nordamerika holt schnell auf. Natürlich leistet die EU derzeit eine bahnbrechende und mutige Arbeit. Dennoch frage ich mich manchmal, ob wir uns auf dieser Seite des Teichs nicht zu komplex und zu theoretisch der Thematik nähern und damit die beabsichtigte Wirkung möglicherweise verwässern. Daher könnte Nordamerika mit seinem eher pragmatischen Geschäftsfokus und seinem ergebnisorientierten Ansatz einen wertvollen Gegenentwurf zeichnen. Vielleicht bringt eine Kombination beider Konzepte in naher Zukunft den Durchbruch.

 

Was sind die nächsten großen Meilensteine, die Cority gemeinsam mit WeSustain im Jahr 2021 verfolgt?

Michael Couture: Wir haben mit einem ehrgeizigen Fahrplan gestartet, die WeSustain Lösungen bei Cority zu integrieren. Auch unsere Teams arbeiten schon jetzt als eine Einheit zusammen, um die WeSustain-Plattform und das gesamte CorityOne™-Angebot voranzubringen. Wir werden unsere Kunden in einem ersten Schritt darüber informieren, was sie zu erwarten haben, holen uns proaktiv Feedback von ihnen ein und arbeiten daran, die Angebote kontinuierlich zu verbessern. Dafür haben wir in den kommenden Monaten eine Vielzahl an Veranstaltungen und Kommunikationsmaßnahmen geplant.

 

Und was können WeSustain-Bestandskunden in den kommenden Wochen und Monaten erwarten?

Manfred Heil: Natürlich werden wir unsere internen Hausaufgaben machen und die bestehenden Lösungen und Prozesse auf allen relevanten Ebenen mit Cority harmonisieren. WeSustain und Cority haben in der Vergangenheit eine sehr ähnliche Technologie und IT-Architektur eingesetzt. Die Integration wird also schnell, unproblematisch und nahtlos für unsere Bestandskunden erfolgen. Derzeit planen wir, ab dem dritten Quartal 2021 diesen Integrationsprozess abgeschlossen zu haben. Wir werden dann mit bestehenden Kunden aktiv in den Dialog treten, um sie über den Integrationsprozess und die neuen verfügbaren Lösungen zu informieren. Darüber hinaus werden wir sie in die große Cority-Community einladen, damit sie über diese Plattform künftig aktiver mit anderen Anwendern in den Austausch treten können und stets über das Engagement und gemeinsame Innovationen von Cority und WeSustain informiert sind.

 

Empower for better tomorrows. In diesem Sinne: Was ist Ihre ganz persönliche unternehmerische Vision für eine nachhaltige Zukunft?

Michael Couture: Ich bin nicht gerade ein „Visionär“, aber ich habe eine klare Meinung und Haltung, welche Kraft Technologie haben kann, um große Probleme zu lösen und echte Veränderungen in unserem Leben zu bewirken. Es handelt sich ebenso sehr um eine Hoffnung wie um eine Vision, aber ich glaube, dass es eine unaufhaltsame Dynamik in den Bereichen der digitalen und nachhaltigen Transformation gibt, die bestärkt von der Pandemie ausgeht. Ich stelle mir eine Welt vor, in der die wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen mit dem Wohlergehen der Gesellschaft, in der sie tätig sind, eins werden. Ich denke, dass in diesem Zusammenhang schon einiges passiert. Wir bei Cority/WeSustain werden definitiv unseren Beitrag dazu leisten.

Manfred Heil: Das wird für uns als Menschheit eine Frage von „Freiheit und Verantwortung“ sein, die stark politisch getrieben sein wird. Bei der Gründung unseres Unternehmens WeSustain haben wir das „Wir“ ganz bewusst vor unseren Namen gesetzt. Ich kann nur hoffen, dass das „Wir“ (statt eines allgegenwärtigen „Ich“) sich in den kommenden politischen und gesellschaftlichen Diskussionen als Zeichen unserer gemeinsamen Perspektive durchsetzen wird.

30 Apr 2021

Der in Deutschland ansässige Anbieter von Software für verantwortungsbewusstes Unternehmensmanagement stärkt Coritys Position im Bereich erfolgreiches und effizientes ESG- und Nachhaltigkeitsmanagement

Toronto, Kanada und Hannover, Deutschland – 30.04.2021 – Cority, der globale Anbieter von EHS-Software für Unternehmen, gab heute die Übernahme der WeSustain GmbH bekannt. WeSustain ist ein Spezialist für die Entwicklung innovativer Softwarelösungen zur Unterstützung von verantwortungsbewusstem Unternehmensmanagement und Vordenker an der Schnittstelle von Umwelt, Sozialem und Governance (ESG) und Digitalisierung.

Mit 60 Kunden – darunter ThyssenKrupp, McKesson, Merck, Commerzbank, United Internet und Hapag-Lloyd – ist WeSustain einer der weltweit führenden spezialisierten Softwareanbieter für ESG, Corporate Sustainability und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die GRI-zertifizierten SaaS-Lösungen von WeSustain decken die Bereiche ESG, Nachhaltigkeit, Compliance und Impact Management ab und ermöglichen ein integriertes ESG- und Corporate Sustainability Management im gesamten Unternehmen über eine zentrale Plattform.

„Der Zusammenschluss mit Cority bringt uns unmittelbar unserem Ziel näher, Unternehmen in Europa und weltweit nachhaltiger und zukunftssicherer zu machen“, sagt Dr. Manfred Heil, CEO von WeSustain. „Wir sind davon überzeugt, dass intelligente digitale Lösungen eine wesentliche Rolle dabei spielen, unseren Kunden zu ermöglichen, ihr Potenzial für mehr Effizienz, Innovation und positiven Impact auszuschöpfen und durch mehr Transparenz über ihr Handeln Vertrauen aufzubauen.“

Unternehmen konzentrieren sich zunehmend auf die Digitalisierung ihres ESG-Managements, oft als Teil einer umfassenderen digitalen Transformation von EHS-Prozessen und -Programmen. Laut McKinsey & Company gibt es Hinweise darauf, dass eine bessere ESG-Bewertung zu etwa 10 Prozent niedrigeren Kapitalkosten führt, da die Risiken, die das Unternehmen betreffen, reduziert werden.

„Eine kürzlich durchgeführte Verdantix-Umfrage unter mehr als 300 EHS-Führungskräften ergab, dass mehr als die Hälfte (60 %) planen, im Jahr 2021 Software für ESG-Reporting und Nachhaltigkeitsprogramm-Management einzuführen“, sagte Yaowen Ma, Principal Analyst bei Verdantix. „Cority hat eine rechtzeitige, strategische Akquisition getätigt, die nicht nur sein unternehmensweites Plattformangebot weiter ausbaut, sondern auch die ESG-Funktionen für Kunden stärkt, um Nachhaltigkeitsrisiken in der gesamten Lieferkette besser zu managen.“

„Wir sind begeistert, die hervorragenden Lösungen und das Top-Talent von WeSustain in die Cority-Familie aufzunehmen“, sagt Mark Wallace, Präsident und CEO von Cority Software Inc. „Die Lösungen von WeSustain sind eine Hervorragende Ergänzung zu unserer marktführenden CorityOne™-Plattform. Die Kombination stärkt unsere europäische Präsenz und positioniert Cority im Rahmen der wachsenden strategischen Bedeutung von ESG-Faktoren in jedem größeren Unternehmen auf der ganzen Welt.“

Über WeSustain

WeSustain GmbH Logo

WeSustain ist ein Spezialist für die Entwicklung innovativer Softwarelösungen im Rahmen des Nachhaltigkeits-Managements. Das Unternehmen gilt als Vordenker an der Schnittstelle von Umwelt, Sozialem und Governance (ESG) sowie Digitalisierung. Seit 2010 entwickelt WeSustain intelligente Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen für das Datenmanagement und das Reporting im Bereich ESG, Nachhaltigkeit sowie Impact- und Compliance-Management. Mit 60 Kunden, darunter auch große Industrieverbände und ihre Mitglieder, vertrauen rund 600 Unternehmen und Institutionen die fortschrittlichen Lösungen. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie www.wesustain.com.

Über Cority

Cority ist der globale Anbieter von EHS-Software für Unternehmen, der branchenführende Technologien entwickelt, um diejenigen zu unterstützen, die die Welt verändern.  Seit mehr als 35 Jahren wird Cority von Innovationsgeist, tiefem Fachwissen und einer Verpflichtung zur Integrität angetrieben, die mit der umfassendsten, menschenzentriertesten und sichersten SaaS-Plattform ein höheres Maß an betrieblicher und nachhaltiger Leistung ermöglicht, um Arbeitnehmern und Unternehmen in 100 Ländern auf der ganzen Welt zum Erfolg zu verhelfen. Das Unternehmen genießt branchenweit die höchste Kundenzufriedenheit und hat viele Auszeichnungen für seine starke Mitarbeiterkultur und herausragende Geschäftsleistung erhalten. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie www.cority.com.

Über VNT Management Oy

VNT ist seit 2014 Lead-Investor von WeSustain und eine der ersten europäischen Risikokapital-Gesellschaften, deren Fokus auf sauberen Technologien, insbesondere erneuerbarer Energie, Leistungselektronik und Energieeinsparung liegt. Dabei ist VNT in Skandinavien sowie den deutschsprachigen Raum tätig. Zurzeit führt VNT drei Fonds mit einem Investitionskapital von 157 Millionen Euro. VNT investiert hauptsächlich in technologieorientierte Start-ups und Wachstumsgesellschaften in Europa. Umfangreiche Geschäftserfahrung, aktives Management und Fairplay charakterisieren das Geschäftsprinzip von VNT.

Medienkontakt:

22 Apr 2021
Zielgruppe: Nachhaltigkeitsbeauftragte bzw. CSR-Manager, Umwelt- und Energiebeauftragte, Energie- und Klimaberater sowie Verbandsvertrater u.v.m.
Termine: 22. April 2021 von 10.00 bis 11.00 Uhr      | stattgefunden

15. Juni 2021 von 10.00 bis 11.00 Uhr        | Anmeldung

6. Oktober 2021 von 10.00 bis 11.00 Uhr  | Anmeldung

Kurzbeschreibung:    

Eine aufgebrachte Zivilgesellschaft, angeführt von der jungen Klima-Aktivistin Greta Thunberg, hat den Druck auf Politik und Wirtschaft erhöht, beherzt Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Auch der Finanzmarkt beschäftigt sich zunehmend mit der Klimawirkung aller Unternehmensbranchen und erhöht seinerseits – vor allem durch die EU-Taxonomie für nachhaltige Finanzen – den Druck. Für die meisten Unternehmen steht damit im ersten Schritt das Erfassen und Bewerten des betrieblichen CO2-Fußabdrucks (engl. Corporate Carbon Footprint, kurz CCP) in der sogenannten CO2-Bilanz bzw. Klimabilanz ganz oben auf der Agenda.  Anhand der nach dem Greenhouse Gas Protokoll (GHG) klassifizierten  Scope 1,2 und 3 Klimadaten wird gemessen, wie viel CO2 ein Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette direkt und indirekt ausstößt. Dabei stellen vor allem das Messen der indirekten Scope-3 Klimadaten (also Klimadaten, die in der Vor- und Nachgelagerten Wertschöpfungskette z.B. beim Zulieferer entstehen) die Unternehmen in der Praxis vor besondere Herausforderungen.

Erhalten Sie in diesem Webinar mit den Nachhaltigkeitsexperten von Sustainalize und den IT-Experten von WeSustain einen Einblick in die Welt der betrieblichen CO2-Bilanzierung und damit einhergehende Anforderungen an ein professionelles Datenmanagement. Im Fokus stehen die Herausforderungen in der unternehmerischen Praxis und konkrete Praxistipps für das Erfassen der “Scope-3” Klimadaten, die als Kür der Klimabilanz erachtet werden können.  Zudem erhalten Sie einen Einblick, wie Sie den Herausforderungen durch eine digitale Lösung trotzen und so Verlässlichkeit und Qualität in Ihre Klimadaten bringen.

Bringen Sie Ihre individuellen Fragen und Erfahrungen rund um die CO2-Bilanz in der Praxis mit. Am Ende des Webinars stehen Sustainalize und WeSustain Ihnen Rede und Antwort.

Die Inhalte des Webinars auf einen Blick:

  • Warum ist es für Unternehmen wichtig, sich über Ihren CO2-Fußabdruck bewusst zu werden?
  • Welche Herausforderungen und Chancen bringt ein Corporate Carbon Footprint mit sich?
  • Was sind die wichtigsten Schritte zu einer betrieblichen CO2-Bilanz?
  • Wie geht man am besten bei der Erfassung der indirekten “Scope-3” Klimadaten vor?
  • Welche Vorteile hat ein digitales Datenmanagement in der Praxis?

Ansprechpartner:

Markus Bowe, Produktmanager bei WeSustain (markus.bowe@wesustain.com)

Moderation:

Marie-Lucie Linde, freie Mitarbeiterin bei WeSustain und Expertin für nachhaltige Unternehmsführung & Kommunukation (marieluCIE.)

Partner für das Webinar

Über Sustainalize

Sustainalize spezialisiert sich auf Nachhaltigkeit und begleitet deutsche, niederländische und belgische Organisationen ganzheitlich bei der kontinuierlichen Professionalisierung des Nachhaltigkeitsmanagement: von der Entwicklung nachhaltiger Unternehmensstrategien, über das Performance Management bis hin zur Berichterstattung, sowie Benchmarks und Ratings.

19 Apr 2021

SGS-TÜV Saar empfiehlt den Einsatz einer Managementsoftware für ein professionelles Compliance Management.

Unternehmen müssen sich auf immer mehr Vorschriften, Auflagen und gesetzliche Regelungen vorbereiten. Das hat eine Analyse der Betreiberpflichten bei mehr als 1.000 Unternehmen ergeben, die vom SGS-TÜV Saar bei deren Maßnahmen zur Einhaltung der rechtlichen und selbst auferlegten Pflichten unterstützt werden. Die Experten stellen fest, dass der Arbeitsaufwand und das erforderliche Know-how der Unternehmen zur Umsetzung und Sicherstellung eines rechtskonformen Anlagenbetriebes stark zugenommen haben. Zudem haben sich die Kundenanfragen zur Bewertung des „Compliance-Status“ in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Neben der Rechtssicherheit wird für Unternehmen auch das Management der Pflichten, die Organisation der Abläufe, Verantwortlichkeiten und auch das Berichtswesens komplexer. Immer „auf Stand“ zu bleiben erfordert einen hohen Aufwand und stellt einen hohen Anspruch an die Qualifikation der Mitarbeiter. Diese Entwicklung wird von den Unternehmen sogar beschleunigt, da auch die selbst gesetzten Anforderungen, zum Beispiel durch eine wachsende Zahl interner und externer Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards weiter zunehmen.

„Bereits heute haben auch kleine und mittelständige Unternehmen zahlreiche gesetzliche oder selbst auferlegte Regelungen zu beachten. Allein für die Umsetzung und Konkretisierung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sind in Deutschland aktuell etwa 40 Verordnungen in Kraft. Wir erwarten, dass die Anforderungen an den Betreiber in den nächsten Jahren weiter zunehmen,“ erklärt Stefan Kempf, Mitglied der Geschäftsleitung des SGS-TÜV Saar. Beispielsweise ist für alle Arbeitsmittel, ob Druckbehälter, Gabelstapler oder Produktionsmaschinen, gemäß Betriebssicherheitsverordnung eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen bzw. diese regelmäßig zu überprüfen. Dabei ist der Stand der Technik zu berücksichtigen und gegebenenfalls
sind die Schutzmaßnahmen anzupassen. Zudem müssen seit der Corona-Pandemie zusätzliche Hygieneschutzmaßnahmen umgesetzt und überwacht werden. Diese Entwicklung führt dazu, dass sich viele Unternehmen kaum noch im Dschungel der Auflagen, Vorschriften und gesetzlichen Regelungen zurechtfinden.

Deshalb empfehlen die Experten des SGS-TÜV Saar den Einsatz einer professionellen Managementsoftware des Anbieters WeSustain. In der Software kann die betriebseigene Standort- und Anlagenstruktur abgebildet und technische Anlagen individuell mit ihren jeweiligen Rechtsvorgaben, vorgeschriebenen Prüf- und Betreiberpflichten und Wartungsintervallen verknüpft werden. Die Sachverständigen des SGS-TÜV Saar helfen mit ihrem Expertenwissen bei der Umsetzung und Implementierung der Lösung. So werden die gesetzlichen Auflagen lückenlos in konkrete einmalige oder wiederkehrende Aufgaben überführt. Die entsprechenden Prüftermine und Berichte können verwaltet und für alle am Prozess Beteiligten internen und externen Mitarbeiter über die digitale Lösung zugänglich gemacht werden. Der Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens wird auf diese Weise jederzeit sichergestellt. Die Software von WeSustain wird bei Projekten der SGS-TÜV Saar bereits erfolgreich eingesetzt. „Unsere Kunden setzen bei der Professionalisierung ihres Compliance-Managements unsere Software ein, weil sie mit uns kollaborative und digitale Prozesse aufbauen und so ihre Prüfanforderungen wirksam steuern und umsetzen. Wir freuen uns sehr, dass auch der SGS TÜV Saar zu unseren Projektpartnern zählt und den Einsatz unserer Software empfiehlt“, erklärt Dr. Manfred Heil, Geschäftsführer bei WeSustain.

Über WeSustain

WeSustain GmbH Logo

Die WeSustain GmbH ist ein innovativer Entwickler von Softwarelösungen für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Dazu gehört auch, Vordenker in den nachhaltigkeitsrelevanten und technischen Themen zu sein. Als zuverlässiger Partner, der am Puls der digitalen Welt arbeitet, entwickelt das Unternehmen in Hannover, Buxtehude und Walldorf leistungsstarke und zukunftsweisende Lösungen für Unternehmen und Organisationen in den Bereichen des Nachhaltigkeits-, Impact-, ESG- und Compliance-Managements. WeSustain zählt zu den weltweit führenden Softwareanbietern für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Über 700 Unternehmen und Institutionen arbeiten bereits mit den zukunftsweisenden Lösungen von WeSustain. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie www.wesustain.com.

Über SGS-TÜV Saar

Die SGS-TÜV Saar GmbH wurde im Jahr 1871 als Verein gegründet und hat seinen Hauptsitz im saarländischen Sulzbach und weitere Niederlassungen, unter anderem in Hamburg, München, Frankfurt, Ludwigshafen und Kaiserslautern. Die Experten des SGS-TÜV Saar unterstützen Unternehmen in allen Belangen der technischen Sicherheit sowie im Themenbereich „Industrial Safety und Compliance“. Als anerkannter Dienstleister ist sie als Teil der SGS Gruppe mit einem globalen Netz an Experten aktiv in den Bereichen Schulung, Personenqualifizierung, Anlagen- und Prozessoptimierung, Anlagensicherheit, Prüfung und Zertifizierung.
Die SGS-Gruppe ist das weltweit führende Unternehmen beim Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren. 1878 gegründet, setzt die SGS mit Hauptsitz in Genf mit mehr als 89.000 Mitarbeitern und einem internationalen Netzwerk von über 2.600 Niederlassungen und Laboratorien global anerkannte Maßstäbe für Qualität, Sicherheit und Integrität. Mehr Informationen unter: www.sgs-tuev-saar.com und www.sgsgroup.de.

Medienkontakt:

Thorsten Vespermann, Tel. +49 (0)40 30101-298, E-Mail: de.presse@sgs.com

23 Mrz 2021

Egal ob vor- oder nachgelagert, auf Lieferketten liegt im Sinne der nachhaltigen Entwicklung ein besonderer Augenmerk. Nun ist der Beschluss für ein deutsches Lieferkettengesetz politisch verkündet und soll Verbindlichkeit von unternehmerischen Sorgfaltspflichten bringen.

von Marie-Lucie Linde, freie Mitarbeiterin bei WeSustain und Beraterin für nachhaltige Unternehmensführung

Im Zeitalter der Globalisierung und dem darin verankerten Prinzip der “globalen Arbeitsteilung” ist unsere Wirtschaft von hohen internationalen Verflechtungen und Abhängigkeiten geprägt. Branchen sind durch ihre Produktions- und Beschaffungsstrukturen ebenso wie ihre neuen Absatzmärkte in die verschiedensten Richtungen der Erde vernetzt. 

So beziehen Lebensmittelhersteller Rohstoffe aus Afrika oder Südamerika und Textilhersteller lassen ihre Produkte in Asien fertigen. Wir schauen in diesem Themenspecial – anlässlich des Beschlusses für ein deutsches Lieferkettengesetz – einmal genauer hin und fragen uns, welche neuen unternehmerischen Sorgfaltspflichten mit dem Gesetz einhergehen und wie man diesen – u.a. mithilfe digitaler Prozesse – begegnen kann. 

Lieferketten und ihre Relevanz für Nachhaltigkeit

Moderne Lieferketten gehen mit einer zunehmend hohen sozialen und ökologischen Verantwortung einher. Dies ist nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Politik als Erkenntnis gereift. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales definiert den Begriff der “Lieferkette” und die daraus resultierende unternehmerische Verantwortung daher wie folgt: 

Die Lieferkette umfasst den gesamten Weg eines Produktes von der Gewinnung der Rohstoffe über die Herstellung und Verarbeitung bis zur Lieferung des Produktes an die Endkunden. In der globalisierten Welt sind häufig mehrere Unternehmen und Lieferanten an der Produktion beteiligt. Deshalb ist es wichtig, dass die gesamte Lieferkette in den Blick genommen und auf Menschenrechte, einschließlich der Arbeitsbedingungen und des Umweltschutzes geachtet wird.1

Und so liegen in der besonderen Betrachtung der Lieferkette für viele Unternehmen Risiken aber auch Chancen: 

Risiken

  • eine vorherrschende Intransparenz in den Lieferketten zu nachahltigkeitsrelevanten Aspekten
  • eine mangelnde Durchsetzungskraft und Kontrolle von Nachhaltigkeitsaspekten entlang der Lieferkette
  • ein potenziell wirtschaftlicher Schaden durch Verletzung von sozialen und ökologischen Mindeststandards (Bußgelder, Sanktionen, Sachschäden etc.)
  • Reputationsrisiken durch unzureichende Übernahme unternehmerischer Verantwortung (Beispiel: Kik im Zusammenhang mit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza, Bangladesch2)

Chancen

  • ein proaktives Risiko- und Compliance-Management im Sinne sozialer und ökologischer Mindeststandards 
  • mehr Transparenz und Kontrolle über die eigene Lieferkette 
  • eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine nachhaltige Lieferkette 
  • eine Stärkung der eigenen Glaubwürdigkeit und des Vertrauens der Konsumenten (durch die geschaffene Transparenz)
  • das Image eines positiven “Corporate Citizens” durch Übernahme unternehmerischer Verantwortung entlang der Lieferkette 

Dieses skizzierte Spannungsfeld aus Chancen- und Risiken stellt Unternehmen in der Praxis vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen und Aufgabenstellungen.

Neue unternehmerische Sorgfaltspflichten im Fokus

Um die unternehmerische Verantwortung im Rahmen nachhaltiger Lieferketten greifbarer zu machen, sind in den vergangenen Jahren sogenannte “unternehmerische Sorgfaltspflichten” in den folgenden Bereichen gemäß OECD-Leitfaden3 definiert worden:

  • Achtung der Menschenrechte (z.B. Verbot von Kinderarbeit, Schutz vor Sklaverei und Zwangsarbeit, sozialer Arbeitsschutz etc.)
  • Einhaltung von Umweltstandards, wenn sie zu Menschenrechtsverletzungen führen (z.B. vergiftetes Wasser)
  • Vermeidung von Korruption, Bestechung, Bestechungsgeldforderungen und Schmiergelderpressung 
  • Achtung von Verbraucherinteressen
  • Pflicht zur Offenlegung

In Deutschland wurden die Erwartungen an die unternehmerische Sorgfaltspflicht zur Achtung der Menschenrechte im “nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte” (kurz: NAP) beschrieben, mit dem Ziel, die Menschenrechtslage in den globalen Lieferketten zu verbessern. Die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht beinhaltet gemäß NAP4 die folgenden fünf Elemente bzw. Aufgaben:

  • Verantwortung erkennen
  • Risiken ermitteln
  • Risiken minimieren
  • Informieren und berichten
  • Beschwerde ermöglichen

Was sich in der Theorie so einfach anhört, stellt sich in der Praxis wesentlich anspruchsvoller dar: Eine repräsentative Untersuchung im Juli 2020 im Rahmen des Nationalen Aktionsplans hat gezeigt, dass lediglich zwischen 13 und 17 Prozent der befragten Unternehmen diese Anforderungen des NAP erfüllen.5 

Ein Meilenstein: Verbindlichkeit durch ein Lieferkettengesetz

Um eine höhere Verbindlichkeit der unternehmerischen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette zu ermöglichen, wird seit ein paar Jahren um eine ganz besondere Lösung gerungen: ein Lieferkettengesetz. Unermüdliche Verhandlungen zwischen Wirtschafts- und Politikvertretern haben im Februar 2021 durch den Beschluss für ein solches Gesetz vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ihr Ende gefunden. Und damit steht fest: Ein Lieferkettengesetz in Deutschland wird kommen.

Steckbrief zum deutschen Lieferkettengesetz (gemäß Beschluss des Bundestages):6

Name: “Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten” (auch: “Sorgfaltspflichtengesetz”)

Ziel:

  • Schaffung von mehr Gerechtigkeit für Arbeitskräfte weltweit und Stärkung der Opfer von Menschenrechtsverletzungen und der Zivilgesellschaft
  • Schaffung von Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen
  • Verbindliche Regelung unternehmerischer Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette

 

Inkrafttreten und Betroffene: 

Das Gesetz gilt ab 2023 für Unternehmen ab 3.000 Beschäftigten, ab 2024 auch für Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten. Das deutsche Lieferkettengesetz muss noch im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens beschlossen werden.

Pflichten:

  • Einführung und Umsetzung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagements entlang der Lieferkette
  • Durchführung einer Risikoanalyse zur Identifikation besonders hoher menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken
  • Ergreifung von Präventions- und Abhilfemaßnahmen, um Verstößen vorzubeugen
  • Festlegung von Verantwortlichkeiten zur Einhaltung der Sorgfaltspflichten, z.B. ein/e Menschenrechtsbeuaftragte/r
  • Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens zur Meldung möglicher Verletzungen bzw. Verstöße
  • jährliche Erstellung und Einreichung eines Berichtes zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten 

Ähnlich wie bei der CSR-Berichtspflicht, die in 2017 in Kraft getreten ist, werden durch das deutsche Lieferkettengesetz lediglich Großunternehmen direkt betroffen sein und in die Pflicht genommen. Jedoch ist zu erwarten, dass auch bei diesem Gesetz die schätzungsweise 600 betroffenen Unternehmen in Deutschland7 die Einhaltung der Sorgfaltspflichten an ihre mittelständischen Zulieferer und Dienstleister in der vor- und nachgelagerten Lieferkette weitergeben werden. Und genauso wie schon damals bei der CSR-Berichtspflicht gibt es auch hier zwei Lager am Markt: die einen (z.B. “Initiative Lieferkettengesetz”), die den Gesetzesverstoß im Sinne der nachhaltige Entwicklung als einen zahnlosen Tiger bewerten und die anderen (z.B. Unternehmensverbände wie BDI), die es als eine unverhältnismäßige Zumutung für Unternehmen betrachten. Gleichzeitig haben sich 50 Unternehmen öffentlich in einem Statement8 für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen.

Eins steht fest: Das deutsche Lieferkettengesetz wird neue Anforderungen an das Lieferketten-Management sowie die Schaffung von Transparenz und Kollaboration entlang der Lieferkette in die Unternehmen tragen. Die zentrale Herausforderung liegt darin, die erweiterten Sorgfaltspflichten in das bestehende Compliance-Management-System zu integrieren sowie entsprechende Risikoanalysen und Dokumentationen einzuführen. 

Digitale und kollaborative Managementsysteme als Teil der Lösung

Bei der Schaffung von Transparenz entlang eines so komplexen Gebildes wie der Lieferkette, wird man an einer umfassenden Digitalisierung von Prozessen nicht vorbei kommen. Es wird digitale Lösungen brauchen, die Unternehmen in der Praxis dabei unterstützen, ihre Lieferketten kontinuierlich und faktenbasiert zu monitoren. Dazu müssen Daten kollaborativ entlang der Lieferkette erhoben, ganzheitlich ausgewertet und in entsprechende Dokumentationen überführt werden.  

Bei WeSustain, dem Softwareanbieter für verantwortungsvolle Unternehmensführung, hat man diesen Bedarf im Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung bereits vor 10 Jahren erkannt. “Wir beobachten, dass unternehmerische Nachhaltigkeit zu einer zentralen Managementaufgabe in Unternehmen avanciert ist, die es professionell zu planen, zu steuern und zu kommunizieren gilt. Vielen Unternehmen fehlt jedoch nach wie vor die Orientierung, wie Prozesse effizient und professionell integriert werden können, weg von Excel-Tabellen hin zu smarten und kollaborativen Prozesslösungen. Das gilt auch für das Lieferketten-Management”, betont Markus Bowe, Produktmanager bei WeSustain. Und so bietet WeSustain auf Basis der Enterprise Sustainability Management (ESM) Lösung seinen Kunden bewährte digitale und kollaborative Prozessstrukturen, mit denen sie Transparenz zu nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten schaffen. Ein Beispiel für eine solche von WeSustain entwickelte Lösung ist die digitale Plattform “GS1 Ecotraxxfür GS1 Germanyeiner privatwirtschaftlichen Organisation für moderne Kommunikations- und Prozessstandards. Sie dient dem effizienten Austausch von Nachhaltigkeitsinformationen zwischen Herstellern, Lieferanten und Händlern. 

 

Ausblick

Zum aktuellen Stand herrscht ein Flickenteppich an nationalen und branchenspezifischen Standards und Gesetzen zur Regelung der unternehmerischen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette vor. Dabei gehen Länder in der EU wie die Niederlande oder Frankreich mit ihren bereits verabschiedeten gesetzlichen Regelungen voran, auch wenn diese in der Kritik stehen, nicht weitreichend genug zu sein. Auch die EU-Kommission plant, noch in diesem Jahr ein EU-Gesetz, das Unternehmen haftbar macht, wenn sie Menschenrechte, Umweltstandards und gute Regierungsführung verletzen oder dazu beitragen.9

Am Ende liegt der Schlüssel für eine vollumfängliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Lieferketten in der Digitalisierung und Big Data. Es braucht innovative und digitale Tools, die Unternehmen bei dieser neuen Management-Herausforderung unterstützen. Dabei wird für das Lieferketten-Management die Blockchain-Technologie hoch gehandelt. Denn sie könnte es künftig möglich machen, dass Daten entlang der Lieferkette verlässlich erhoben sowie belastbar verifiziert und verschlüsselt abgesichert werden.10

Fußnoten zum Themenspecial: „Nachhaltige Lieferketten auf dem Vormarsch“:

1 Vgl. BMAS: LINK,
2 Vgl. “Kik-Textilien in eingestürztem Fabrikgebäude”:LINK, vom 2.5.2013.
3 Vgl. OECD: “OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln”, S. 10.
4 Vgl. BMAS:  LINK, abgerufen am 14.3.2021.
5 Vgl. Referentenentwurf des BMAS “Gesetz über die unternehmerische Sorgfaltspflichten in Lieferketten” vom 15.2.2021
6 Vgl. CSR in Deutschland: LINK, abgerufen am 14.03.2021.
7 Vgl. Tagesschau:LINK
8 Vgl. LINK, abgerufen am 16.03.2021
9 Vgl. EU-Parlament: LINK, abgerufen am 16.03.2021.
10 Vgl. CHE Manager: “Mehr Transparenz durch digitale Lieferketten” LINK, abgerufen am 11.03.2021.